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1.2.2010 ICE (In Case of Emergency)

ICE

Wie finden Rettungskräfte am einfachsten heraus, wen Sie als erstes Informieren sollten? Ganz einfach: in dem Sie es ihnen sagen! Und wenn Sie nicht mehr sprechen können? Sie tragen bestimmt auch ein Mobiltelefon mit sich herum.

Und so funktioniert es:

  • Legen Sie einen Kontakt im Handy an mit dem Namen: ICE (In Case of Emergency) zum Beispiel: ICE Mutter oder ICE Ehemann. (Sie können in den Kontakten auch unter "Name" ICE abspeichern, unter "Vorname" Name Vorname Ehefrau, was dann als ICE Name Vorname Ehefrau angezeigt wird. Überprüfen Sie, ob der Kontakt auch unter ICE gefunden werden kann! Eventuell wurde der Eintrag unter "Ehemann, ICE" gespeichert, so kann er von den Rettungskräften nicht direkt gefunden werden. In diesem Fall müssen Sie die Einträge Name und Vorname umgekehrt abspeichern.)
  • Speichern Sie die Nummer der gewünschten Person im Format: +41 79 999 99 99* (Mit +41 ist die Person auch aus dem Ausland erreichbar. Vergessen Sie nicht einen Stern an die Nummer anzuhängen, auch wenn man diesen Stern dann nicht mehr sieht: Meistens haben Sie die Nummer ja bereits unter dem richtigen Namen der Mutter, Ehefrau, Ehemann, ... gespeichert. So verwirren Sie das Telefon nicht mit zwei gleichen Telefonnummern!)
  • Informieren Sie die betreffende Person, dass Sie als ICE Kontakt gespeichert wurde.

Fertig! Natürlich können Sie auch mehrere Kontakte als ICE Kontakte führen, dann einfach so: ICE1 - Ehefrau, ICE2 - Vater, ICE3 - Partner, usw.


NEU 15.9.2009 Webcam der WSL im Lötschental

Lötschental NEU (Blick von Torbu 2100 m nach Osten) - Auftrag: WSL - Ausführung: André Henzen

Seit heute 15. September 2009 ist die Webcam der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL auf Torbu zwischen der Kummen- und der Restialp in Betrieb. Die Kamera wurde von der FE Dendrowissenschaften und deren Mitarbeitern Patrick Fonti (Gruppe Paläo-Okologie) sowie Daniel Nievergelt (Paläo-Klimatologie) in Auftrag gegeben und von André Henzen konzipiert und in Betrieb genommen. Das Lötschental stellt einen idealen Untersuchungsraum da, um Einflüsse des Klimawandels auf das Baumwachstum besser zu verstehen. Mit dieser Webcam können die Veränderungen der Vegetation in stündlichen Intervallen mit Bildern in hoher Auflösung dokumentiert werden. Die Originalbilder sind rund 5.5x grösser als die obigen Livebildern (Intervall 10 Minuten). Die Stämme von lebenden Bäumen - kombiniert mit Holz von historischen Gebäuden - wurden bereits verwendet, um für das gesamte letzte Jahrtausend die Sommertemperaturen zu rekonstruieren! Mehr zu diesem Projekt...


NEU 4.2.2009 Avalanche Risk-Check (gedruckt oder online)

Im Januar 2009 wurde von André Henzen der Avalanche Risk-Check (kurz ARC) entwickelt, auf der Basis eines Bonus-Systems wie dem Bierdeckel (Munter, 2004). Der ARC wurde im Lawinen-Modul der Schweizer Bergführer-Ausbildung am 22. Januar 2009 auf der Gemmi dem Ausbildungsteam des Schweizer Bergführerverbandes vorgestellt und am gleichen Tag von der Qualitätssicherungskommission des SBV für die Ausbildung der Bergführer-Aspiranten offiziell akzeptiert. Im Lawinen-Modul 2009 wurde in der Folge das Schwergewicht auf folgende drei Reduktionsmethoden gelegt: Elementare Reduktionsmethode (Munter, 1991/1997), Avalanche Risk-Check (Henzen, 2009) sowie Professionelle Reduktionsmethode (Munter, 1992).

Haftungsausschluss: Das Restrisiko beim ARC (Henzen, 2009) liegt zwischen PRM (Munter, 1992) und Bierdeckel (Munter, 2004). Jegliche Haftungsansprüche sind ausgeschlossen, da die korrekte Anwendung einer Reduktionsmethode juristisch keinem Wagnis entspricht. Urheberrecht: Die Vervielfältigung des ARC gleich welcher Art ist nicht erlaubt.

ARC Version 2.0 deutsch ARC version 2.0 français
Mit dem Avalanche Risk-Check kann im winterlichen Gelände ein Optimum zwischen zumutbarem Restrisiko und praxisgerechtem Spielraum erreicht werden.

Bestellungen für Exemplare des ARC (deutsch oder französisch) sind per Mail an André Henzen zu richten: Kontakt

Die online-Version (2.1) des Avalanche Risk-Check (deutsch) ist auf der mobilen Website von André Henzen zu finden: Handyweb André Henzen. Mit der online-Version, welche auf den meisten WAP-fähigen Handys läuft, kann mit der Beantwortung gezielter Fragen in kürzester Zeit abgeklärt werden, ob eine Tour oder Variante abhängig von der Stufe der Lawinengefahr möglich ist oder nicht. Der ARC ist vermutlich weltweit die erste online-Version einer Reduktionsmethode überhaupt. Der ARC läuft schon auf WAP-fähigen Handys ab einer Display-Grösse von 240x320 Pixel.

Es gibt keine beste Reduktionsmethode, wie schon Werner Munter bemerkte. Jeder kann für seine Tätigkeit die passende Reduktionsmethode aussuchen, denn die meisten Methoden beruhen auf denselben Grundsätzen der Risikoreduktion. Der ARC weist jedoch folgende Vorteile auf: Man muss für die Anwendung des ARC die professionelle Reduktionsmethode nicht kennen, die vier besten (Hangneigung, Exposition, Spuren, Abstände) der fünf Schlüsselvariablen (nicht berücksichtigt wurde die Gruppengrösse) in der Lawinenkunde sind integriert, der massgebliche Hangbereich wird bei allen Variablen berücksichtigt, der Spielraum ist besser als beim Bierdeckel, es ist kein Rechnen mit Reduktionsfaktoren notwendig, es gibt keine Fussnoten (für die gedruckte Version) oder zusätzlichen Erläuterungen, die Verhältnisse bei nasser Schneedecke werden berücksichtigt und schliesslich gibt es wie erwähnt eine vollständige online-Version, wo die Fragen noch etwas präziser gestellt werden können.

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